Sonntag, 25. Februar 2007

"Questions are never indiscreet. Answers sometimes are." (Oscar Wilde)

Solskin - von der ich nicht wusste, dass sie es ist - bat mich, folgenden Fragebogen auszufüllen. Was sie sicher noch nicht von mir wusste: Ich LIEBE solche Fragebögen und daher fülle ich ihn umgehen aus, auch wenn es schon nach halb 3 mitten in der Nacht ist! Aber es geht mir heute eigentlich völlig grundlos supergut (fragt mal waszum ;o)), als ich heimkam erwartete mich ein Brief einer tollen Person aus England in meinem ansonsten immer gähnend leeren Briefkasten, insofern ... Auf geht's!!! :o)


1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4.
aditamento [dasselbe in Lautschrift - die werde ich hier nicht finden, also lass ich es weg ;o)] m 1) (anadidura) Zu- (das mag seltsam wirken - aber das nächstliegende Buch war mein Riesen-Spanisch-Wörterbuch ;o))

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?
Wie bei Solskin kann ich sehr viel in meiner ausgestreckten linken Hand halten: einen ganzen Stapel Kram - obendrauf liegt eine James Bond Titellieder CD, darunter mein Geburtstagskalender, darunter mein altes (und berstend volles) Ideenbuch, darunter das Kochbuch des Apicius ("De re cocinaria), darunter mein Traumbuch (da schreibe ich meine Träume auf - das ist total interessant - kann ich nur empfehlen!!), darunter mein Tagebuch (in welches ich ja schriebe, ehe ich diesen Blog anfing), darunter ein Notenpapierheft (habe ja endlich angefangen, meine Kompositionen auch richtig aufzuschreiben), und darunter ein leerer Papiernachfüllblock.
Ebenso in der Hand halten könnte ich die 10 DVDs mit sämtlichen Friends-Folgen ever made drauf, oder meine Sparkatze oder einen leider noch nicht gespülten Mittagessensteller ...

3. Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?
Mmmmh ... gute Frage ... ich hab hier keinen Fernseher, d.h. das letzte Mal muss daheim gewesen sein ... das letzte Mal daheim war Freitag vor einer Woche, also war es ein ZDF Krimi (die LIEBE ich und will mal in einem mitspielen oder einen meiner Krimis an einen ZDF Krimi verfilmen lassen ;o)) - ich glaube, es war ein Fall für zwei ...

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?
meine tickende, nicht aufgehangene, da nageln, bohren, düblen verboten, Wanduhr. Und das latente Summen meiner Anlage, die im Standby ist.

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?
Vor ca. einer halben Stunde, als ich mit dem Bus heimkam. Nach einem aufregenden, vielseitigen Tag, in dem ich mich sowieso recht viel bewegt war - und für einen so schlechtwettrigen Tag war ich auch schon fast zuviel draußen! ;o)

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
den Brief jener Person aus England gelesen, mich dann ausgezogen (also nur meine Jacke, Schal, Handschuhe, Schuhe etc, nicht dass hier noch jemand denkt ... ;o))

7. Was hast Du gerade an?
Von unten nach oben: Unterwäsche und Strümpfe (wäre auch komisch, wenn nicht), eine Jeans, ein ziemlich neues Oberteil (runtergesetzt und wunderschön ;o)), das allerdings leicht transparent ist und daher noch ein schwarzes Top darunter benötigt, um nicht unzüchtig zu wirken ;o). Und neue Ohrringe, auf die ich sehr stolz bin.

8. Hast Du letzte Nacht geträumt?
Sollte ich geträumt haben (und manche Studien sagen ja, dass man IMMER träumt), so kann ich mich nicht mehr daran erinnern :o( - sonst stünde es ja auch schon in meinem mit meiner linken, ausgestreckten Hand erreichbaren Traumbuch ;o)

9. Wann hast Du zum letzten Mal gelacht?
den ganzen heutigen Abend über - gell, waszum? ;o)

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
OH DU MEIN GOTT!!!! Das passt hier nicht alles hin!!! Ich bin totaler Deko- und Gestaltfreak, d.h. es gibt kaum noch Stellen, wo die eigentlich Wand zu sehen ist! ;o) Viel eigener Kram, ansonsten Dinge, die mir was bedeuten (zB ein Stück Tapete der Villa am Gardasee, die mein damals bester Freund erbte und wo wir eine Woche zwischen schriftlichem und mündlichem Abi verbrachten), Fotos, ... tatsächlich zu viel, um hier aufzuschreiben ...

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Gestern Nacht eine weibliche fette Kröte, die ihr Männchen auf dem Rücken durch die Gegend trug - wie es Kröten halt so tun.

12. Was hältst Du von diesen Quiz?
Ein Quiz ist es wohl nicht, denn es gibt ja nichts zu raten. Aber ich LIEBE, wie oben schon erwähnt, Fragebögen, d.h. ich find's super!! :o)

13. Was war der letzte Film den Du gesehen hast?
einen der wohl schlechtesten Filme aller Zeiten: letztes Wochenende bei und mit meiner Schwester in Mainz: "Dem Himmel so nah" - also ich liebe ja Romanzen und Liebesfilme, aber der war eindeutig zu viel des Guten. Voraussehbar bis ins kleineste Detail. Unsäglich.

14. Was würdest Du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
einen Flügel

15. Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wusste.
Wer stellt mir diese Frage?! Denn es hängt ja davon ab, wer mich das fragt, was er noch nicht weiß ... Da waszum vermutlich alles von mir weiß, tue ich so, als ob Solskin mich fragt. Du weißt sicher noch nicht, dass ich mit links schreiben kann und ebenso spiegelverkehrt und auf dem Kopf. Unnötig, aber ist so. Du weißt so vieles noch nicht ... unsere Freundschaft beginnt ja gerade erst!! Insofern ... frag mich einfach noch mehr, wenn du magst! ;o)

16. Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
Sahnetorten, geschmolzener Käse und Eis sollten nicht dick machen.
Und ersthaft: Kinder sollten ALLE ein liebevolles Zuhause haben und nicht leiden müssen.

17. Tanzt Du gerne?
Oh nein. Ich weigere mich so vehement dagegen, dass andere es immer aufregender finden, mich dazu bewegen zu wollen. Aber das ist wirklich eine der wenigen Sachen, die ich absolut nicht mag. Ich fühle mich zu self-conscious und absolut unwohl und blöd. Unsinnig, aber nicht zu ändern ... :o( Aber dafür mach ich ansonsten ziemlich viel.

18. George Bush?
1989-1993, Nummer 41.

19. Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?
Emma (zweiter Name Jane - nach der wundervollen Frau meines wundervollen Paten)

20. Und einen Jungen?
Kilian

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Ich bin ein ziemlicher Familienmensch, daher bin ich nicht allzu angetan von der Vorstellung. Aber entschieden kann ich da noch nichts zu sagen. Aber schlimm genug, dass meine Schwester ernsthaft darüber nachdenkt.

22. Was würdest Du Gott sagen, wenn Du das Himmelstor erreichst?
How're you doin'?

23. Drei Leute, die das hier auch beantworten sollen.
Tja. Ich kenne hier bei twoday.net bisher nur zwei Leute. Von Solskin hab ich es bekommen und die forderte waszum schon auf. Insofern sind meine Bekanntschaften schon erschöpft ... :o(


Solskin, ich danke dir für dieses unterhaltsame Ende meines Tages!!! :o)

Donnerstag, 22. Februar 2007

"Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist."

Wie Recht Victor Hugo mit diesem Ausspruch doch hat!
Ich stolperte neulich über ein Zitat aus einem Buch, das ich in England gelesen hatte - "An equal music" von Vikram Seth. Auch dieses drückt so passend das aus, was ich der Musik gegenüber empfinde, dass ich es hier einfügen möchte:
Music, such music is a sufficient gift. Why ask for happiness,why hope not to grieve? It is enough, it is to be blessed enough to live from day to day and to hear such music - not too much, or the soul could not sustain it - from time to time.
Ich besitze seit nunmehr zwei Monaten ein E-Piano. Ich, die ich eigentlich klassischen Klavierunterricht genossen habe, bin natürlich nicht unbedingt ein großer Freund synthetischer Musikerzeuger. Doch ich liebe mein E-Piano. Es gibt mir genau das, was das Zitat ausdrückt. Es lässt mich zu jeder Tages- und Nachtzeit spielen (dank Kopfhöreranschluss), es nimmt all meine Launen klaglos hin, es lässt Trauer, Zorn, Wut, Freude, Leidenschaft in sich einhämmern und gibt mir Musik zurück. Ich kann ihm mitteilen, was ich nicht sagen kann, aber worüber zu schweigen mir unmöglich ist.
Wenn ich an meinen Klavierunterricht zurückdenke und an die Phasen denke, in denen ich als trotziger Teenager am liebsten alles hingeschmissen hätte, kann ich gar nicht glauben, wie nahe am Verlust dieses Geschenks ich eigentlich war. Und unweigerlich muss ich an meine Mutter denken, die mich stets zart aber bestimmt dazu zwang, weiter zu üben und nicht aufzugeben, die über Monate hinweg mit mir geübt hat anstatt mich vor der Übearbeit weglaufen zu lassen, weil sie wusste, wie sehr ich es ihr eines Tages danken würde und weil sie glaubte, ich habe Talent, was nicht verkommen dürfe.
Sie sagte mir vor einiger Zeit, dass sie in dieser Phase immer Angst hatte, ihr Tun könne genau den gegenteiligen Effekt haben: dass ich es gerade deswegen hinschmeißen würde, weil sie mich mehr oder weniger dazu zwang, weiter zu üben. Sie hatte Angst, dass ihr diese Gradwanderung zwischen zu wenig und zu viel Druck nicht gelingen würde.
Doch es ist ihr gelungen.
Und ich danke ihr dafür, dass sie es getan hat und mir so die Musik als einen meiner engsten Vertrauten gegeben hat. Ich glaube, mein Klavier bzw. meine Musik ist vielleicht wirklich das einzige Wesen, das wirklich restlos alles über mich weiß. Denn es ist sozusagen das einzige, wo ich mir nie Gedanken darüber machen muss, was es von mir denkt, wenn ich ihm etwas erzähle.
It is to be blessed enough to have music in my life.

Und am Ende darf natürlich John Miles nicht unzitiert bleiben:
Music was my first love, and it will be my last,
music of the future, and music of the past.
To live without my music would be impossible to do,
in this world of troubles, my music pulls me through...

Ich hoffe, dass ihr alle etwas Vergleichbares in eurem Leben habt. Es ist unendlich wertvoll.
Ich glaube, jetzt setze ich mich mal für ein paar Minuten an mein Klavier ... ;o)

Mittwoch, 21. Februar 2007

"Im Anfang war das Wort ..."

Ich hatte schon vor ungefähr 3 Monaten den Versuch unternommen, ein Blog anzulegen. Da ich jedoch, unwissend wie ich war, die monatlich erlaubte Höchstdatenmenge, die auf- und abzuladen mir erlaubt war, überschritt und ich somit vorerst meinen Internetanschluss verlor, schlug dieser Versuch fehl.
Da ich allerdings vor Mitteilungsdrang nahezu überquoll, beschloss ich, statt mich der Weltöffentlichkeit zu öffnen (ich muss zugeben, dass ich tatsächlich nicht weiß, wer das hier alles lesen kann), mich dem guten alten Papier anzuvertrauen. Zu Deutsch: Ich kramte eines meiner unzähligen Tagebücher heraus und "bloggte" dorthinein.
Ich muss sagen, dass ein Tagebuch einen sehr großen Vorteil hat: es liest niemand sonst. Man kann also wirklich unbeschönigt alles hineinschreiben, was man will, wie man will. Andererseits ist man stets geneigt, auch dem Tagebuch gegenüber nicht vollkommen ehrlich zu sein. Man unterschlägt hier und da Informationen, an anderer Stelle beschönigt man Vorgefallenes ... denn man geht ja schon davon aus, dass es irgendwann einmal doch noch jemand liest. Kinder, Enkel oder Urenkel. Denn wie schon Felix Krull wusste, man schreibt, um gelesen zu werden. Auch Tagebuch.
Nun drängt sich natürlich die Frage auf, wieso ich mich letztendlich doch entschloss, ein Blog anzulegen. Nun, peinlicherweise ist daran eine Frauenzeitschrift schuld, die bei meiner Schwester herumlag und in der ich vorm Einschlafen herumblätterte. Darin stand nämlich etwas über "Women Bloggers". War der Artikel an sich eher schrottig, so stand darin jedoch, dass für die heutigen Frauen (ich denke aber Menschen allgemein) Blogs das waren, was für Leute wie Jane Austen oder die Bronte Schwestern ihre Romane waren. Meines Erachtens hinkt dieser Vergleich zwar, allerdings ist etwas Wahres dran. Zumindest will ich etwas Wahres darin sehen. Schließlich hätte ich gerne dasselbe, was Jane Austen und die Brontes haben. Und das sind verlegte Bücher.
Und wenn mich das Schreiben eines Blogs auch nur in irgendeiner Weise diesem Punkt auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt gemacht haben will, ehe ich sterbe, näherbringt, dann sei's drum!
In diesem Sinne - viel Spaß beim Lesen.

PS: Ich glaube, es deutet sich hier schon mein größtes Problem an: Ich werde mich wohl nie kurz fassen können ...

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